Jahresbericht 2013

Kurzbeschreibung Dezember 2013

Make Me Smile Kenya ist eine NGO für Entwicklungshilfe, Kinderfürsorge und Hilfe zur Selbsthilfe!

Mission Statement: “We help You to help Yourselves for the benefit of the children. Because we believe in Your potential.”

Seit der Gründung von Make Me Smile Kenya 2008 mit der Entstehung des „Kinderhauses Miwani“ hat sich sehr viel getan. Durch die Zusammenarbeit mit USAID und Path Kenya (seit 2012) betreuen wir im Rahmen des APHIA PLUS Programmes (Aids, Population and Health Integrated Assistance – People driven Leadership Universal Assistance) über 3.200 Waisen und bedürftige Kinder sowie Jugendliche im Westen Kenias

Wir helfen diesen Kindern in ihren Schul- oder Berufsausbildungen, geben medizinische und psychosoziale Unterstützung und finden geeignete Pflegeeltern für sie. Diese Familien werden gestärkt, um sich und die anvertrauten Kinder selbst versorgen zu können.

Darüber hinaus leiten wir Programme zur Unterstützung und Förderung von Schulen, mit HIV/Aids lebende Menschen, geben Anleitung und Ausbildung zur Selbstversorgung und leisten Hilfestellung zum Aufbau nachhaltiger Landwirtschaften sowie kleiner Gewerbebetriebe und Sparvereine zur wirtschaftlichen Stärkung. Des Weiteren helfen wir durch medizinische Versorgung und organisieren Aufklärungsprogramme (bzgl. HIV/Aids, Verhütung, Familienplanung, Hygiene und Gesundheit) sowie Fort- und Weiterbildung für unsere ausführenden Mitarbeiter.

Eine ausführliche Beschreibung aller Projekte des Jahres 2013 finden Sie nun hier aufgelistet. Die weitere Entwicklung von Make Me Smile Kenya können Sie auf auf dieser Homepage und https://www.facebook.com/MakeMeSmileKenya mitverfolgen.

All dies haben wir Ihnen zu verdanken. Ohne Ihrer Hilfe würden wir viele Lächeln vermissen. DANKE für Ihre Spende und dafür, dass Sie so vielen Menschen ein Lächeln geschenkt haben!

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Was Make Me Smile Kenya im Jahr 2013 durch Ihre Hilfe erreicht hat:

1. Miwani – Lunch – Programme

Die 10 Mädchen sind mittlerweile aus dem KinderhausMiwani herausgewachsen und sind bei den ehemaligen „Mamas“ (BetreuerInnen im Kinderhaus) bzw. bei Ihren Pflegeeltern gut untergebracht. Sie und 11 weitere bedürftige Kinder aus Miwani erhalten seit Jänner 2013 weiterhin ein tägliches Mittagessen, ein Stipendium und werden von uns betreut.

Spielende Kinder vor dem Kinderhaus in Miwani.

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2. Unterstützung in Schulen

In der „Waluka Primary School“ konnten viele neue Landwirtschaftsprojekte zur
nachhaltigen Unterstützung ihres Essensprogramms für über 800 Kinder umgesetzt werden. MMS hat auch dieses Jahr weitere lokale Schulen unterstützt – nämlich die „Miwani Estate Primary School“, „St. Mary’s Mayenya Primary“ und „Kasang’any Primary School“ – indem unsere VolontärInnen in der Küche oder dem Unterricht hilfreich zur Seite standen.
Außerdem planen wir auch in diesen Schulen, Essensprogramme für die Kinder einzurichten

Maximilian Ullrich mit einigen Schülern der Waluka Schule

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3. Stipendien

• Eric Ochieng

Um seiner Schwester den Schulbesuch zu finanzieren, arbeitete er als Popcorn-Verkäufer. Mit Hilfe des Make me Smile Festivals ist er nun mittlerweile in seinem letzten Jahr einer Maurer Ausbildung angelangt.

Eric Ochieng im Gespräch mit Maximilian Ullrich.

• Dennis Otieno

Maximilian Ullrich traf den auf der Straße lebenden Jungen Denis und verhalf ihm mit Make Me Smile seinen Traum zu erfüllen und eine Ausbildung zum Elektrotechniker zu beginnen. Auch dies wurde durch Spendeneinnahmen des MMS Festivals ermöglicht.

Denis Otieno freut sich auf seine Elektriker Ausbildung.

• Des Weiteren

konnten wir dieses Jahr 22 Kindern die Primary School und 17 Kindern die Secondary School durch Stipendien finanzieren.

Schulkinder aus Miwani vor unserem Kinderhaus

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4. Aufklärung/Girls Empowerment

Wir organisierten Workshops für 64 Make Me Smile Sozialarbeiter und Familienbetreuer, um sie zur Herstellung von selbstgemachten und waschbaren Monatsbinden einzuschulen. Dank dem MmS Festival wurde für ausreichend Materialien gesorgt und Nähmaschinen gekauft, um Binden für über 800 Mädchen zu nähen. Darüber hinaus kann durch den Verkauf ein zusätzliches Einkommen generieren werden und die Teilnehmer die erworbenen Fähigkeiten an Mädchen und Mütter in viele Regionen weitergeben.

Unsere SozialarbeiterInnen und FamilienbetreuerInnen motiviert beim Sanitary Towel Training.

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5. Mentoring Programme

Wir organisieren Aufklärungsprogramme mit Jugendlichen, um Bewusstsein über und Raum für Austausch bzgl. HIV/Aids, Verhütung, Familienplanung, Hygiene und Gesundheit zu schaffen. Die Themen werden über Theaterstücke, Gedichte oder Lieder, sowie in Gruppengesprächen näher gebracht.

SchülerInnen tauschen ihre Erfahrungen untereinander und mit Sozialarbeiterin Ann Nindo aus.

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6. Outreach – Familien Unterstützung

Whitney Akiniy

Whitney erlitt mit neun Jahren einen Schlaganfall und ist seither blind und gelähmt. Mit Hilfe des MmS Festivals ermöglichten wir Whitneys Familie ihr kleines Geschäft zu vergrößern. Jetzt verkaufen sie neben Fisch auch frisches Gemüse und Obst. Außerdem helfen wir Whitney mit Physiotherapie, medizinischer Unterstützung und wenn möglich,mit einer Operation, um Ihren Zustand zu verbessern.

Whitney ist dankbar für jede Hilfe.

Mollyn Wanjiku

Mollyn ist von Geburt an querschnittsgelähmt und gebar durch ein tragisches Schicksal mit 16 Jahren ein Kind. Ihr Sohn Clinton erhält seit diesem Jahr wöchentliche Physiotherapie und bekommt, sowie auch Mollyn selbst, medizinische Unterstützung.
Als Weihnachtsgeschenk kauften wir Mollyn einen „Fahrrad-Rollstuhl“und eine Geh-Hilfe für Clinton. Dadurch können sie am Gesellschaftsleben teilhaben und Mollyn eine mögliche Arbeit suchen.

Mollyn und Clinton freuen sich über ihre Weihnachtsgeschenke.

Joyce Atieno

In diesem Fall müssen wir leider eine traurige Nachricht übermitteln. Joyce litt an einem Wasserkopf und ist im August 2013 im 5. Lebensjahr von uns gegangen.
Make Me Smile unterstützt weiterhin ihre Familie.

Joyce mit ihrer Familie.

Alfred

Alfred ist HIV positiv und Witwer mit fünf Kindern. Da Alfreds Haus in keinem guten Zustand war, um den Kindern Schutz und ein Zuhause zu bieten, hat er über das APHIA PLUS Programm ein neues Haus für seine Familie bekommen. Durch das MmS-Festival verhalfen wir ihm ein landwirtschaftliches Projekt zu starten und Gemüse zu verkaufen.

Alfred mit seinen Kindern vorm neu-renovierten Haus.

Anjiko Muhai

Anjiko ist vor neun Jahren, nach dem Tod ihrer Schwester stumm, blind und taub geworden, sowie stark physisch eingeschränkt. Wir konnten für Anjiko dieses Jahr weiterhin essenzielle medizinische Betreuung gewähren. Außerdem ermöglichten wir ihrer Mutter ein kleines Geschäft aufzubauen, in dem sie Gemüse, Obst und kenianische Köstlichkeiten verkauft.

Anjiko mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Nichte.

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7. Schulung für Kinder- und Jugend BetreuerInnen in psychosozialer Unterstützung

In Kooperation mit FICE Kenya und mit Hilfe von Mag. Hermann Radler (Gründer der Therapeutischen Gemeinschaften) haben wir im Jahr 2013 Schulungen zu Psychosozialer Unterstützung, Kinderrechte- & Entwicklung, Umgang mit Misshandlung und Trauer, bedingt durch Verlust der Eltern an HIV/Aids für 45 unserer Sozialarbeiter und Familienbetreuer veranstalten können.

Viele unserer SozialarbeiterInnen und Kinder-und JugendbetreuerInnen beim Training Psychosozialer Unterstützung.

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8. Training zu Erster Hilfe und Ernährung / Caregiver Training

Dr. Wanda Galecki, eine in Österreich lebende kolumbianische Ärztin, hielt für Make Me Smile Kenya mehrere Trainings über Erste Hilfe und Ernährung. Zusätzlich hielt sie, gemeinsam mit Mag. Irmgard Ullrich Aufklärungsprogramme über Familienplanung (Verhütung), Gesundheitswesen und wirtschaftlicher Stärkung zur Selbstversorgung.

Dr. Wanda Galecki und Mag. Irmgard Ullrich im Gespräch mit unseren Caregivers.

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9. Unterstützung kenianischer Witwen

MMS kauft handgemacht Gebrauchs- und Kunstgegenstände der Witwen- Selbsthilfe Gruppe „Chiga Good Choice“. Durch Spendenveranstaltungen haben wir ihnen geholfen, diese Produkte zu verkaufen, um sich und ihre Kinder zu erhalten. Dieses Jahr haben sie mit ihrem Verdienst sogar einem bedürftigen Kind aus ihrer Gemeinde die Schulgebühren bezahlt.

Eine der Witwen von Chiga Good Choice präsentiert stolz ihre Handarbeiten.

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10. Häuser-Renovation

Mit der Unterstützung von APHIA Plus haben wir 18 Häuser renoviert, bzw. nach einer Hochwasserkatastrophe wiederaufgebaut und somit wieder ein sicheres Zuhause für diese Familien geschaffen.

Rosemary und ihre Großmutter sind glücklich über ihr neu-renoviertes Haus.

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11. VSL – Sparvereine

In Zusammenarbeit mit APHIA Plus haben wir fünf Schulungen in „Village Savings and Loaning“ (Sparvereine, mit Mikrokreditvergabe) mit je 35 Teilnehmern organisiert, um fünf Gemeinschaften nachhaltig zu stärken und ihnen zur Unabhängigkeit zu verhelfen.

Die verdienten Ersparnisse werden gezählt.

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12. Gewächshaus in Miwani

Im August diesen Jahres haben wir, u.a. durch eine Spende von USAID, in Miwani neben dem Kinderhaus ein Gewächshaus aufgebaut, um gesunde und reichhaltige Nahrung für unsere Kinder im Lunch Programm zu sichern und die Selbsterhaltung zu fördern. Der Überfluss wird zu guten Preisen an die Gemeinschaft verkauft, um dadurch auch andere Projekte wieder nachhaltig zu unterstützen.

Gedeihende Tomatenpflanzen in unserem neuen Gewächshaus.

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13. Volontär-Programm

Dieses Jahr haben 15 VolontärInnen aus Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz bei Make Me Smile Kenya, im Rahmen ihres Praktikums oder einfach durch freiwilligen Arbeit, große Unterstützung geleistet. Unsere VolontärInnen halfen uns in vielen Projekten, ein wertvolles Lächeln in die Gesichter vieler Menschen und Kinder zu zaubern.

Viele unserer VolontärInnen mit unseren Schützlingen aus Miwani vor dem Kinderhaus.

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14. Erfolgsbericht aus der Zusammenarbeit mit USAID und Path Kenya im Jahr 2013:

• Zugang zu Bildung

In diesem Jahr wurden 270 bedürftigen Kindern ermöglicht in die Sekundarschule zu gehen und weiteren sieben Jugendlichen, eine Berufsausbildung zu machen, von der ein Anteil ihrer Schulgebühren bezahlt wurde.

Die Mädchen freuen sich über ihr Stipendium.

• Schuluniformen

Es gelang uns 2652 Kindern mit neuen Schuluniformen zu versorgen, durch eine Kooperation mit vielen kleinen lokalen Schneidern. Mit diesem riesengroßen Auftrag, haben wir nicht nur den Kindern ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, sondern der gesamten Gemeinschaft.

Vielen Kindern wurde durch ihre neuen Schuluniformen ein großes Lächeln geschenkt.

• Decken

2025 Decken wurden von USAID gespendet. Wir verteilten diese Decken an unsere Kinder und deren Familien, die nun auch in kalten Nächten Schlaf finden.

Auf einen wohlig warmen und guten Schlaf!

• Matratzen

USAID spendete 761 Matratzen an Make Me Smile Kenya, die im Jänner 2013 verteilt wurden. Unsere Schützlinge müssen nun nicht mehr am Boden schlafen.

Glückliche Mütter tragen die Matratzen nach Hause.

• Krankenversicherung

165 Familien konnten mit „NHIF Cards“ (National Hospital Insurance Fund) krankenversichert werden.

Eine glückliche Familie mit frisch angebautem kenianischen Gemüse.

Landwirtschaftliche Schulung & Fruchtbaum Setzlinge

Zur Förderung der Selbsterhaltung wurden Fruchtbaum Setzlinge an 760 Haushalte verteilt und Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft für 280 BetreuerInnen organisiert, woraus viele erfolgreiche Landwirtschaftsprojekte entstanden sind.

Obmann, Projektkoordinator: Maximilian Ullrich
Projektleiter: Simon Peter Otieno